Glaubenssätze – Wie sehr uns prägt, was wir glauben, sicher zu wissen

Kleine Anmerkung: Weil ich in meinen Blogposts zu einem ehrlichen und persönlichen Nachdenken einladen möchte, verwende ich ein freundlich und respektvoll gemeintes “Du”.

Was glaubst du, felsenfest über dich und dein Leben zu wissen? Unser Denken prägt unser Fühlen und Handeln – das kann bereits in kleinen, alltäglichen Situationen förderlich (oder ärgerlich) sein. Wirklich bedeutungsvoll wird dies jedoch dann, wenn es um das geht, was wir fundamental und unverrückbar über uns und das Leben zu glauben wissen.

Solche Annahmen, die wir meist schon im Laufe unserer Kindheit entwickelt haben, nennt man Glaubenssätze. Vielleicht glauben wir, dass wir liebenswert, fähig und stark sind. Vielleicht glauben wir, dass wir dem Leben und anderen Menschen vertrauen dürfen und dass uns gelingt, was wir uns vornehmen. Womöglich glauben wir aber auch, dass wir makelbehaftet, schwach oder dumm sind. Vielleicht haben wir gelernt zu glauben, dass es unklug ist zu vertrauen oder dass uns ja doch nichts gelingt.

Meiner Erfahrung ist nichts – wirklich nichts – so machtvoll in seiner Wirkung auf unser Lebensglück wie unsere Glaubenssätze. Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen sind unsere Glaubenssätze uns meist vollkommen unbewusst. Wir können uns gar nicht daran erinnern, diese einmal “gelernt” zu haben – deshalb fühlt sich eine bestimmte Perspektive für uns einfach vollkommen natürlich und selbstverständlich an. Zum anderen haben unsere Glaubenssätze uns oft schon viele Jahre auf eine bestimmte Art und Weise wahrnehmen und handeln lassen – und haben so dafür gesorgt, dass wir uns diese immer wieder bestätigt haben. Möglicherweise haben wir unbewusst nur solche Partnerinnen ausgewählt, die tatsächlich nicht bindungswillig waren, oder wir sind an alles, was uns wirklich am Herzen lag, derart mutlos herangegangen, dass schon kleinen Herausforderungen zu groß schienen. Glaubenssätze sind sehr, sehr mächtige unterbewusste Programme – solange sie unbewusst bleiben. 

Wenn du möchtest, kannst du dich einmal fragen: Was glaube ich, ganz sicher über mich und mein Leben zu wissen? Wie würdest du diese Frage beantworten, wenn du gerade traurig, wütend oder ängstlich bist?

Unsere Glaubenssätze sind meist schlicht in ihrer Formulierung und emotional in ihrer Qualität – du merkst wahrscheinlich, wenn es bei einem bestimmten Satz “Klick” macht. In den kommenden Posts zeige ich dir, wie du mit deinen Glaubenssätzen arbeiten kannst. Fürs Erste möchte ich dir jedoch sagen: Nur, weil du etwas gelernt hast und es sich real anfühlt, ist es das noch lange nicht. Wir können jederzeit neue Perspektiven wählen. Alles Liebe für dich!

Deine Anne

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