Neue Wege gehen

Kleine Anmerkung: Weil ich in meinen Blogposts zu einem ehrlichen und persönlichen Nachdenken einladen möchte, verwende ich ein freundlich und respektvoll gemeintes “Du”.

Ein neues Jahr hat begonnen. Wie ist es dir mit dem Start so ergangen? Bist du dem Zauber, der jedem Anfang innewohnt, erlegen? Oder ist schon wieder alles so wie immer (im Guten wie im Schlechten)?

Meine Erfahrung ist: Es kann schnell passieren, dass wir uns im Alltagstrott verlieren, wenn wir keinen Raum für Neues, womöglich sogar für neue Gewohnheiten schaffen. Ist ja klar: Vor dem Jahreswechsel haben wir die 24 Stunden auch gefüllt bekommen mit all dem, was wir normalerweise so tun (und denken!). Wenn wir möchten, dass sich etwas daran ändert, dann braucht es also die bewusste Entscheidung dafür, irgendetwas in diesen 24 Stunden anders zu machen – und dann natürlich auch die Umsetzung.

Mir geht es dabei nicht um die Liegestützen nach dem Aufstehen. Auch und gerade, wenn wir etwas in unserem Fühlen, unserem Denken oder unseren Beziehungen ändern möchten, braucht es dafür konkrete, greifbare Schritte. Die Entscheidung, ab jetzt liebevoller oder selbstbewusster zu sein, mehr für uns selbst einzustehen oder uns mehr Zeit für etwas zu nehmen, das wir wirklich gern tun, ist an sich natürlich ein total wichtiger erster Schritt. Übersetzen wir dieses Vorhaben aber nicht in alltägliche, machbare Babysteps, sind wir oft wenig erfolgreich darin – und noch frustrierter, als wenn wir gar keine Veränderung angestrebt hätten. Wir spüren den Kontrast zwischen dem, was wir doch so gerne wollten, um dem was ist – und die Frustration darüber versetzt unserer schwächelnden Motivation womöglich den Todesstoß. Schön und gut, wie können wir es also anders machen?

1.) Festhalten (gern auch schriftlich): WAS möchtest du verändern?

Das darf gerne erstmal ganz basal formuliert sein: ‘Ich möchte bei der Arbeit nicht mehr so schnell unterbuttern lassen.” “Ich möchte täglich mehr Zeit mit Sachen verbringen, die mir Spaß machen.” “Ich möchte niemanden mehr daten, bei dem ich das Gefühl habe, mich verstellen zu müssen.” …

2.) WIE möchtest du das konkret machen?

Hier geht’s darum, das höhere Ziel aufs Machbare herunterzubrechen. Super hilfreich ist es, wenn du an dieser Stelle eine*n gute*n Freundi*n oder deine*n Partner*in mit ins Boot holst – jemanden, der dich wirklich gut kennt und der dir von außen spiegeln kann, welche Schritte dich auf dem Weg zum Ziel vermutlich wirklich weiterbringen (und wo eventuell kleine oder große Fallstricke lauern könnten). Überlegt gemeinsam: Welche machbaren, alltäglichen Dinge willst du nun zukünftig anders gestalten?

3.) WANN nimmst du dir Zeit dafür?

Wo in deinem Alltag kannst du dir Raum für die Veränderung schaffen, die du anstrebst? Gibt es konkrete Zeitfenster, die du dir dafür einräumen kannst? Eine Stunde am Wochenende, die du dir freihältst, um dich mit dem Neuen auseinanderzusetzen? Morgens nach dem Aufstehen 5 Minuten, in denen du dir dein Ziel immer wieder in Erinnerung rufst und überlegst, was du an diesem Tag konkret dafür tun kannst? Ich halte diesen Punkt für sehr wichtig, damit sich tatsächlich langfristig etwas tun kann. Damit du dabeibleibst, sollte dieser Zeitraum wirklich für dein Ziel reserviert sein und zu dir und deinem Leben passen. Wenn du morgens zwei Zentner Schulbrote schmieren musst, ist der Abend vielleicht die bessere Wahl; wenn du abends zu müde bist, sind es vielleicht eher das Wochenende oder die Mittagspause.

Wichtig ist: Nimm dir den Raum für dich. Das kann dir niemand anderes abnehmen. Und wenn du beim Wünschen bleibst, ohne tatsächlich etwas zu tun, veräppelst du dich selbst (auf Kosten deiner eigenen Laune). Und das wäre doch schade! Ich wünsche dir ganz viel Freude, Mut, Neugier und Selbstvertrauen beim Start in dieses neue Jahr.

Alles Liebe, Anne

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