Von innen nach außen leben

Wie bist du in das neue Jahr gestartet? Konntest du dir ein bisschen „Neujahrs-Spirit“ bewahren? Oder hat dich die Hektik des Alltags (oder im Gegenteil: die Stille des Lockdowns) schnell wieder eingeholt?

Vielleicht geht es dir so wie mir und du kennst das auch: In dem Versuch, verschiedenen Rollen gerecht zu werden, für andere Menschen da zu sein und dabei den Alltag gut zu managen, ist es gar nicht immer so leicht, wirklich bei sich zu bleiben. Wir möchten das, was wir tun, gut tun – und schauen dabei oft mehr auf das, was im Außen (vermeintlich) von uns erwartet wird, was andere (womöglich) von uns erwarten. Und vergessen darüber schnell, den wichtigsten Kompass für unsere Orientierung zu Rate zu ziehen: Uns selbst und unser inneres Gespür dafür, was uns gut tut und was wirklich uns entspricht.

Für mich ist das in diesem Jahr der wichtigste Vorsatz: Noch ein bisschen mehr darauf zu achten, von innen nach außen zu leben – zu erspüren, was von mir gesagt, getan, umgesetzt werden möchte. Mir noch ein bisschen bewusster zu machen, dass das, was wir tun, niemals jedem gefallen kann – und dass wir den Versuch, dieses Ziel trotzdem anzusteuern, nicht selten mit dem Preis unserer eigenen Individualität bezahlen.

Mir geht es dabei nicht darum, weniger auf andere zu achten – im Gegenteil. Meine Erfahrung ist vielmehr, dass wir die Welt um uns herum am allerschönsten bereichern können, wenn wir gut mit uns in Kontakt sind. Wenn wir unsere Grenzen, unsere Bedürfnisse und Werte kennen – und dann genau das einbringen, was wirklich uns entspricht. Was genau wir an diesen Ort, in dieser Beziehung, auf diese Art und Weise ins Leben hinaus tragen können. Unsere Individualität ist etwas Wunderbares und Kostbares. Dabei geht es mir nicht um etwas, das wir erst performen, erst entwickeln müssten, sondern im Gegenteil: Um das, was wir immer schon sind, wenn wir wirklich bei uns sind.

Wenn du ein bisschen weniger cool, ein bisschen weniger angepasst, ein bisschen weniger bemüht und ein ganzes Stück mehr du wärst: Welche Seite von dir hätte dann mehr Raum in deinem Leben?

Wärst du sanfter, nachdenklicher, verletzlicher? Lauter, verrückter, alberner? Komplizierter, wütender, fordernder? Komplexer – und dadurch vollständiger Du?

Und wenn du mehr auf das horchen würdest, was wirklich deines ist: Was würdest du dann sein lassen? Und womit vielleicht beginnen?

Ich möchte dich von Herzen dazu ermutigen, dir immer mehr Du-Sein zu erlauben. Denn ich bin überzeugt davon: So bist du ganz wunderbar. Und: Es gibt da draußen Menschen, die genau das von dir brauchen.

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